Wohin mit Deinem Frust und Deinem Ärger?

Wie Du Dich leicht von belastenden Gefühlen befreist

Dass Dinge schief laufen, kaputt gehen oder nicht klappen, gehört zum Alltag und lässt sich nicht verhindern. In solchen Fällen ist die sogenannte Frustrationstoleranz gefragt bzw. eine Strategie, mit unangenehmen Gefühlen wie z.B. Enttäuschung, Ärger, Wut oder Traurigkeit umzugehen.

Am liebsten würden wir natürlich den Frust möglichst schnell wieder loswerden. Es kann helfen, sich erst einmal bewusst zu machen, dass es sich um eine ganz natürliche Reaktion handelt, nach kleineren oder größeren Missgeschicken diese ’negativen‘ Gefühle zu empfinden. Die erste Regel, die immer gilt und auch hier anzuwenden ist, lautet:

Willst Du Dich von etwas befreien, ist es nötig, es als erstes wahrzunehmen, zu fühlen und anzunehmen.

Dieses Annehmen ist die Grundvoraussetzung. Was nicht akzeptiert wurde, kann auch nicht verändert werden. In Klagen, Jammern, Schuldzuweisungen oder Vorwürfe sich selbst gegenüber oder in Richtung anderer zu verfallen, ist völlig kontraproduktiv. Die Psychologen sprechen in solchen Fällen von Abwehr. Diese Lammentiererei im Kopf dient allein dem Zweck, nicht fühlen zu wollen. „Wer nicht fühlen will, muss denken,“ sagt Christian Meyer und ich stimme ihm zu.

Was kann Dir bei Deinem Ärger helfen?

Die Formulierung „ich ärgere mich“, bringt es ja bereits auf den Punkt. Die deutsche Sprache ist so herrlich konkret und drückt feine Nuancen aus. Sich zu ärgern, ist zum einen eine Aktivität und zum anderen ein autoaggressiver Akt. Die Adresse, die das Gefühl aussendet, ist auch diejenige, die es empfängt. Absender und Empfänger sind dieselbe Person. Keiner will sich willentlich schaden. Das allein ist bereits der Beweis, wie wichtig es ist, sofort damit aufzuhören, sich zu ärgern. Nur wie?

Gefühle der Frustration sofort stoppen

Sich der eigenen Gefühle bewusst zu werden und Verantwortung für das eigene Fühlen zu übernehmen, ist der erste Schritt. Der zweite Schritt besteht darin, die Entscheidung zu treffen, den Ärger jetzt loszulassen. Als nächstes kommt nun die Methode Deiner Wahl. Probiere doch einmal aus, Deinen ausgestreckten Zeigefinger vor Deinen Augen von rechts nach links und von oben nach unten zu bewegen, während Du mit Deinen Augen Deiner Fingerspitze folgst. Du fühlst möglicherweise dieses Aufgebrachtsein, schnelles Atmen, eine Anspannung im Zwerchfell, Grummeln oder Krämpfe im Bauch. Während Du diese unangenehmen Gefühle wahrnimmst, zeichnest Du mit Deinem Zeigefinger Bewegungen in die Luft: lange Linien, Zacken, kleine und große Kreise, liegende Achten oder alles was Dir einfällt. Nutze dabei Dein gesamtes Blickfeld aus und folge diesen langsamen Bewegungen Deines Fingers, ohne Hals oder Kopf zu drehen. Achte darauf, dass sich nur Deine Augen bewegen. Einige Minuten sind völlig ausreichend.

Wunder geschehen

Nachdem Du nun ein paar Minuten mit Deinen Augen den Bewegungen der Zeigefingerspitze gefolgt bist, schließt Du Deine Augen, legst die Hände in den Schoß und spürst in Dich. Was fühlst Du jetzt? Hat sich der Frust beruhigt? Sind die Ärgergefühle verschwunden? Fühlst Du Dich besser?

Ich wünsche Dir gutes Gelingen und viel Freude mit dieser kleinen Übung, die sehr effektiv ist. Bei intensiven Gefühlen sind einige Wiederholungen erforderlich oder jemand, der Dich dabei unterstützt. Wenn Du magst, bin ich gern für Dich da. Schreibe mir eine Mail über kontakt@regine-goettert.de oder rufe mich an.

Mit sonnigen Grüßen –

Eure Regine Göttert

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Diesen Text schrieb Dipl. Psych. Regine Göttert © – www.regine-goettert.de – Psychotherapie/Coaching/Spiritualität.

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